Gestatten Sie, dass ich liegen bleibe

Hervorgehoben

Herbstführung 2019:
„Gestatten Sie, dass ich liegen bleibe“
– Bestattungskulturen im Wandel

– mit Geschichten über Sonsbeck’s Friedhöfe

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Eingang Evangelischer Friedhof

Der Verein für Denkmalpflege e.V. Sonsbeck lädt wieder ein zu der nun schon fast traditionellen Friedhofsführung über die Sonsbecker Friedhöfe. Wie in den Vorjahren wird Anita Orgassa die Geschichte der Friedhöfe, Geschichten über Bestattungen und die sich wandelnden Bestattungsrituale auf ihrem Rundgang erläutern. In diesem Jahr steht die Führung unter dem Titel „Gestatten Sie, dass ich liegen bleibe“ und nimmt hier den Buchtitel der Autoren Thorsten Berkel und Matthias Metzler auf, die ihr Buch mit dem Untertitel versehen haben: „der Friedhof – hier tobt das Leben.“ Treffpunkt zu der Führung ist am Sonntag, 3. November 2020 um 14:00 Uhr am Eingang der St. Gerebernuskapelle in Sonsbeck, Dassendaler Weg 12. Die Führung mit dem Rundgang dauert etwa 1 1/2 Stunden und ist kostenfrei.

Jüdischer Friedhof Xantener Straße

Jüdischer Friedhof Xantener Straße

 

Katholischer Friedhof

Katholischer Friedhof – Ehrenmal

 

Termine 2019

Hervorgehoben

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde unseres Vereins,

in seiner letzten Vorstandssitzung hat sich der Vorstand auf folgendes Jahresprogramm verständigt, das ich Ihnen/Euch zur Information mitteile:

 07.04.2019

Frühlingsmarkt Werbegemeinschaft –
Führung durch das historische Sonsbeck
 19.05.2019 Internationaler Museumstag –
Öffnung der neueingerichteten Mühle
 30.05.2019 Mühlenfrühstück des HVV, Ausstellung mit Postkarten von Sonsbecker Gaststätten und Restaurants
 10.06.2019 Deutscher Mühlentag – Öffnung der Mühle am Pfingsmontag
 07.07.2019 Niederrheinischer Radwandertag – Öffnung der Mühle
 Aug. 2019 Teilnahme am Ferienspaß der Gemeinde Sonsbeck
 08.09.2019 Tag des offenen Denkmals
 15.09.2019 Tag des Geotops – Führung auf dem GeoWanderweg
 29.09.2019 Herbstmarkt Werbegemeinschaft –
Führung durch das historische Sonsbeck
 03.11.2019 Friedhofsführung 14.00 Uhr
 09.11.2019 Ökumenischer Gang des Gedenkens 19.00 Uhr
 06.12.2019 Offener Adventskalender –
der Nikolaus kommt wieder in die Mühle 18.00 Uhr

Zu den Veranstaltungen erfolgt entweder eine besondere Einladung oder ein Hinweis über die Presse.
Treffpunkt für die Führungen ist jeweils der Info-Kasten auf dem Neutorplatz oder am Tag des Geotops am Römerturm, jeweils um 14:00 Uhr.

Wir würden uns freuen, wenn wir bei den Veranstaltungen viele unserer Mitglieder und/oder Freunde begrüßen dürften.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz-Peter Kamps
Vorsitzender Verein für Denkmalpflege e.V.

 

Der Verein für Denkmalpflege e. V.

Hervorgehoben

Motto des Vereins: Ohne Beschäftigung mit der Vergangenheit kann es keine Zukunft geben (Zitat von Theodor Heuss)

 Vereinsgeschichte

Zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts überlegten Sonsbecker Bürger, wie man es bewerkstelligen könne, den Toten der Weltkriege ein Ehrenmal zu errichten, das von der gesamten Sonsbecker Bevölkerung getragen wurde. Außerdem diskutierte man über den Standort dieses Ehrenmals. Hierbei sollte keine Verherrlichung des Krieges erfolgen, sondern im Gegenteil an die Schrecken von Krieg und Gewalt durch die Betroffenheit der Sonsbecker Familien erinnert werden.

So trafen sich am 24. Januar 1983 im Lokal Bergmann einige Sonsbecker Bürger, um einen Verein zu gründen, der zunächst diesem Anliegen nachkam und sich danach weiteren Zielen aus der Heimatgeschichte widmen sollte. Die Anwesenden, die spontan der vorgelegten Satzung zustimmten und durch ihre Unterschrift Mitglied des neuen Vereins „Verein für Denkmalpflege e.V.“ wurden, unter ihnen die beiden ehemaligen Sonsbecker Gemeindedirektoren Bernhard Roßhoff und Herbert Veltkamp und der damalige Bürgermeister Theodor Verhoeven, wählten Heinrich Kerstgens zum Vorsitzenden, Schriftführer wurde Heinz-Peter Kamps, und zum Kassenwart wurde Franz Holbeck bestimmt. Weitere Gründungsmitglieder waren Margret Zaloudek und Georg Weber.

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Ehrenmal Sonsbeck

Das erste Ziel, die Errichtung eines Ehrenmals, wurde mit der feierlichen Einsegnung am 13. November 1987 am Volkstrauertag erreicht. Man hatte es geschafft, die gesamten Kosten von ca. 50.000,- DM über Spenden der Bürger, Vereine, Bruderschaften und der örtlichen Bankinstitute aufzubringen. Dies war nur dadurch möglich geworden, weil die Sonsbecker Bevölkerung sehr intensiv Anteil nahm an dem Projekt und alle Familien ihre zivilen Toten und die Gefallenen im Krieg benannten und deren Namen, insgesamt 318 Tote, auch auf dem Denkmal erschienen.

Ehrenmal Sonsbeck

Ehrenmal Sonsbeck

„Weil der Hass größer war als die Liebe“ ist ein Teil des Sinnspruches, der auf dem Ehrenmal eingraviert wurde. Es besteht aus Basalt-Lava-Platten und hat eine Größe von acht mal vier Metern. Die Namen der getöteten Sonsbecker Bürgerinnen und Bürger sind in Stein gehauen. Das Werk wurde auf dem bestehenden Ehrenfriedhof mit den Gräbern von in der Nähe von Sonsbeck gefundenen toten Soldaten eingebunden. Man hatte in der Standortfrage und in der Gestaltung sich der fachkundigen Mithilfe von Herrn Dr. Bölke vom Verein für Friedhof und Denkmal aus Kassel beraten lassen. Die ausführende Firma war der ortsansässige Steinmetzbetrieb van Huet & Weber.

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Gommansche Mühle

Nachdem nun der erste Auftrag an die Bevölkerung abgeliefert war, fand man als nächste Aufgabe die zukünftige Nutzung der renovierten Gommanschen Mühle. So lautete eine Überschrift in den örtlichen Zeitungen „Bald eine Heimatstube in der Gommanschen Mühle?“. Auch hier war wieder Geldsammeln angesagt, denn für die arme Gemeinde Sonsbeck als Ausgleichstockgemeinde war für Ausgaben außerhalb ihrer Pflichtaufgaben kein Raum im kommunalen Haushalt. Und hier stand ein Betrag von 100.000,- DM für die innere Renovierung der Mühle im Raum. Zum Glück sagte der Heimat- und Verkehrsverein seine ideelle und finanzielle Unterstützung für die Realisierung dieses Projektes zu. So konnte nach vielen Vordiskussionen der Verein am 5. Juli 1990 einen Antrag auf Gewährung von Landesmitteln aus der Städtebauförderung des Landes stellen.

Die Eröffnung der Heimatstube als „kulturhistorische Begegnungsstätte“ fand dann am 24. Mai 1992 statt. Hier fanden nun Prunkteller ihre Heimat, die die Kulturstiftung der Sparkasse Moers dem Verein als Dauerleihgaben zur Verfügung stellten, nachdem sie von dem Töpfer Kippes aus Vernum nach den Originalen, die im Original in Museen ausgestellt sind, nachgebildet worden waren. Des Weiteren werden seitdem im Obergeschoss der Mühle verschiedene Irdenwaren ausgestellt, die der Verein im Laufe der Jahre zusammengetragen hatte und die an die Vergangenheit Sonsbecks als bedeutenden Töpferort am Niederrhein erinnern. Die Gesamtkosten von insgesamt 100.000,- DM waren zur Hälfte vom Land NRW und zur anderen Hälfte vom Verein zusammengetragen worden, auch hier wieder dank der Unterstützung aus der Sonsbecker Bevölkerung.

Seitdem ist der Verein für Denkmalpflege e.V. faktischer Mieter der Mühle und versucht immer wieder mehr oder weniger erfolgreich durch eigene Aktionen und Veranstaltungen aber auch durch Bereitstellen für andere Vereine und Gruppierungen die Mühle in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen.

Tag des Geotops 2019

Geologische Wanderung am Findlingsweg in Sonsbeck

Der GeoWanderweg Sonsbeck lässt das Sonsbecker Hügelland zum Erlebnis werden. Auf einer Länge von 1,5 km erläutern sechs Schautafeln sowie Bohrprofile und typische Gesteine die erdgeschichtliche Entwicklung der Landschaft. Die Wanderung führt vom Römerturm am Dasssendaler Weg zum Aussichtsturm auf dem Dürsberg. Auch wenn der Aussichtsturm derzeit leider nicht begehbar ist, hat man vom Dürsberg aus einen einmaligen Rundblick über weite Teile des Niederrheins. So kann man auch eine sehr schöne bogenförmige Struktur sehen, die den Endstand einer Gletscherzunge markiert. Die Wanderung führt über den im Jahre 2012 neu eröffneten Findlingsweg zum Ausgangspunkt zurück.

Inzwischen ist der GeoWanderweg Bestandteil und Endpunkt des neu geschaffenen Fernradwanderweges GeoRoute Lippe, der von Ahlen/Westfalen bis zur Mündung der Lippe in den Rhein und darüber hinaus über Xanten bis nach Sonsbeck führt.

Der Verein für Denkmalpflege e. V. Sonsbeck hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte Sonsbecks zu erforschen und einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Ferner fördert er den Denkmalschutz und die Pflege von Naturdenkmälern. Die Idee des Findlingsweges ist es, dass der Wanderer, der auf dem GeoWanderweg einen Eindruck vom tieferen Untergrund und der Struktur der Moränenlandschaft um Sonsbeck herum bekommt, am Ende des Weges die dort zusammengestellten Findlinge vorfindet und damit einen abgerundeten Eindruck der Eiszeitlandschaft und der hier anzutreffenden Erscheinungen bekommt. Zugleich erhält der GeoWanderweg dadurch den Charakter eines Rundweges

Programm Kontakt:
Gemeinde Sonsbeck, Ludger van Bebber · Tel.: 02838 36111;

Bruno Gasthaus · Tel.: 02838 1008
Treffpunkt: Am Römerturm, Dassendaler Weg 14, 47665 Sonsbeck

Start: 14:00 Uhr, Dauer: ca. 2 Stunden, Kosten: Die Wanderung ist kostenfrei!
Festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung sind mitzubringen!

Erfolgreiche Postkartenausstellung 2019

Erfolgreiche Postkartenausstellung

Schon der erste Tag der Postkartenausstellung aus der Sammlung von Thomas und Christiane Grütters war sehr erfolgreich. Während des Mühlenfrühstücks des Sonsbecker Heimat- und Verkehrsvereins, am Christi Himmelfahrtstag, besuchten viele Interessierte die diesjährige  Ausstellung in der Gommanschen Mühle. Es gab Erstaunen darüber, dass es allein in Sonsbeck im Bereich der Hochstraße 11 gastronomische Betriebe gegeben hat, wenn man das Bauernhaus mitzählt, das ja als Flurbezeichnung Labbeck trägt und somit in Labbeck liegt, waren es sogar 12 Gaststätten. 

Thomas Grütters hatte bei der Vorbereitung einen schönen Sachverhalt erhalten, der besagte, dass der Sonsbecker Bürgermeister Kahl in einem Bericht an den Landrat beklagte, dass der es für ausreichend hielt, dass es bei 1.700 Bürgern in Sonsbeck 11 Gaststätten gab, wobei Sonsbeck doch 2.000 Einwohner zähle und da eine weiterer Ausschank nicht schädlich sei. Das war 1940. 

Heute gibt es in Sonsbeck von den alten Gaststätten und Kneipen nur noch eine, es sind  dann zwar Pizzerien und Döner – Betriebe dazu gekommen und zum Glück eine neue Gaststätte, aber das ist kein Vergleich zu der Zeit im 20. Jahrhundert. „Und Gaststätten waren ja nicht nur Orte, in denen man dem Alkohol frönte,“ so Heinz-Peter Kamps, Vorsitzender des Vereins für Denkmalpflege, „sondern vor allem auch Orte, an denen man mit seinen Mitbürgern kommunizierte. Denn die Wirte oder auch Wirtinnen waren In der Regel auch immer bestens informiert über das Geschehen am Ort.“ Und manche wichtige Entscheidung im Ort soll vorher an einer Theke besprochen oder gar entschieden worden sein, gehen Gerüchte. Auf jeden Fall war die Dorfkneipe eine Ort der Begegnung, den es so heute, kann man sagen, leider nicht mehr gibt.

Und diese Form der „Kneipenkultur“ kann am Pfingstmontag, 10. Juni 2019 am Deutschen Mühlentag und dann am Tag des Brunnenmarktes, 16. Juni 2019 jeweils in der Zeit von 11:00 – 17:00 Uhr in der Gommanschen Mühle besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.