Jahresrückblick 2019

Sehr geehrte Vereinsmitglieder,
liebe Freunde unseres Vereins,

wieder geht ein Jahr zu Ende, das uns eine Reihe von Aktivitäten gebracht hat.

Begonnen hatten wir unser Jahr mit der Jahreshauptversammlung im Campingpark Kerstgenshof, wo wir von der Familie Ingenlath gezeigt bekommen haben, wie man in der Landwirtschaft neues Wirtschaften gestalten und damit auf die Umstrukturierung reagieren kann.

Dann haben wir uns am Internationalen Museumstag und am Deutschen Mühlentag beteiligt und die Mühle geöffnet. Große Publikumsresonanz fand die Ausstellung der Postkarten von Christiane und Thomas Grütters mit den Sonsbecker Gaststätten. Der Publikumszuspruch war sehr groß, das lag wohl auch daran, dass wir die Ausstellung auch beim Mühlenfrühstück gezeigt haben.

Das Angebot des Vereins beim Ferienspaß, organisiert vor allem durch Leo Giesbers, fand in diesem Jahr ebenfalls großen Zulauf. Wir hatten auch wieder bei den verschiedenen Märkten den historischen Stadtrundgang im Angebot, das unterschiedliche Teilnehmerzahlen sah. Ebenso boten wir wieder eine Wanderung auf dem GeoWanderweg am Tag des Biotops an, die nun schon seit einigen Jahren Bruno Gasthaus für uns durchführt. Am Tag des offenen Denkmals öffneten wir die Mühle und stellten unsere Ergänzungen der Keramikausstellung vor.

Die drei letzten Veranstaltungen waren dann die Teilnahme am Gang des Gedenkens, bei dem Leo Giesbers Erinnerungen von Rektor Janßen zur Sonsbecker Geschichte im Dritten Reich vortragen konnte, am 4.11. fanden eine Reihe von Teilnehmern zur Friedhofsführung von Anita Orgassa, und am 6.12. kam im Rahmen des lebendigen Adventskalenders der Nikolaus in die Mühle und konnte dort eine Vielzahl von Kindern mit ihren Eltern und Großeltern begrüßen und ein kleines Geschenk überreichen.

Und damit kommen wir zu dem nunmehr anstehenden neuen Jahr 2020, das sich durch mehrere Jubiläen auszeichnet. Als erste feiern die St. Anna Schützen ihr 400-jähriges Bestehen und gestalten daher am 17. Januar den Ehrenamtsabend der Gemeinde Sonsbeck mit.

Unsere Jahreshauptversammlung werden wir im April auf Gut Küsters – Sandfurth abhalten, da dort (zwar schon 2019) das 700-jährige Bestehen begangen wird. Familie Küsters wird im Anschluss an die Versammlung den Teilnehmern über den Hof führen.

Am 8. Mai jährt sich zum 75. mal das Ende des 2. Weltkrieges. Das nehmen wir zum Anlass für eine Ausstellung zum Thema 75 Jahre Kriegsende, 75 Jahre Frieden in Europa. Darum wird an diesem Tag die Ausstellung in der Mühle und im Haus an der Mühle eröffnet, die wir in Zusammenarbeit mit dem Vrijheidsmuseum in Groesbeek gestalten. Nach der Eröffnung wird im Kastell der Film „Krieg am Niederrhein“ von Heinz Bosch gezeigt. Wir planen diese Ausstellung bis zum Pfingstmontag zu zeigen.

Am Wochenende vom 19. bis 21. Juni wird dann das 700-jährige Stadtjubiläum begangen. Am Samstag den 20. findet in Erinnerung an die ehemaligen Brunnenfeste ein neues Brunnenfest statt. Am Sonntag den 21. findet dann der Brunnenmarkt statt, an dem sich auch viele Sonsbecker Vereine beteiligen werden. Der Verein für Denkmalpflege wird in der evangelischen Kirche die bisher gezeigten Postkarten der letzten Jahre ausstellen, die erweitert werden, um Bilder der Kirche. Diese Ausstellung soll ein paar Wochen in der Kirche verbleiben.

Und natürlich werden wir uns wieder mit Stadtführungen und die bereits fast schon Tradition gewordenen Gänge am Tag des Geotops und am 9.11. dem Gang des Gedenkens beteiligen.

Ein weiteres Projekt ist in der Mache. Wir werden im nächsten Jahr nunmehr endgültig auf dem jüdischen Friedhof eine Informationsstele aufstellen. Die nötigen Anträge zur Finanzierung sind gestellt und mehr oder weniger positiv beschieden.

Auch der Nikolaus wird im nächsten Jahr wieder in die Mühle kommen.

Sie sehen, meine Damen und Herren, liebe Freunde, im kommenden Jahr stehen eine Reihe von Aktivitäten an, wo wir auf verstärkte Mithilfe unserer Mitglieder, aber auch darüber hinaus von weiteren Helfern, angewiesen sind, um die Ausstellungen überhaupt vorbereiten und dann durchführen zu können, weil allein die Besetzung der Ausstellungsorte schon eine große Anzahl von Aktiven erfordert. Daher schicke ich mit der heutigen Post meine dringende Bitte, dass Sie/Ihr sich/Euch zur Hilfe bereit erklären/erklärt und/oder potentielle Helfer ansprechen/ansprecht. Wir werden dafür Sorge tragen, dass wir die Helfer auch entsprechend briefen, damit sie die Inhalte der Ausstellungen kennen und bei Rückfragen antworten können.

In Erwartung der positiven Rückmeldungen wünsche ich Ihnen/Euch und Ihren/Euren Familien ein frohes Weihnachtsfest und einen ruhigen Übergang in das neue Jahr und würde mich freuen, wenn wir uns dann bei den oben angekündigten Aktivitäten Wiedersehen.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz-Peter Kamps
Vorsitzender Verein für Denkmalpflege
Tel: 02838/1500, 0152/32017742

Postkartenausstellung 2019

Wo Papa in die Kneipe ging

Alte Postkarten geben Einblick in Sonsbecks Kneipenkultur

Bereits zum fünften Mal lädt der Verein für Denkmalpflege zu einer Postkartenausstellung ein. Am kommenden Donnerstag, 30.05.2019, können sich die Besucher des Mühlenfrühstücks und alle anderen wieder freuen, eine Vielzahl an außergewöhnlichen Postkarten rund um Sonsbecks Kneipenkultur aus der Sammlung von Christiane und Thomas Grütters sehen zu können

Die älteste der mehr als 50 Karten, welche die Eheleute Grütters zum Thema „Die Sonsbecker Gaststätten“ beisteuert, wurde am 7.7.1899 von zwei Brüdern aus dem damals als Restaurant „Wellmann“ geführten Gasthaus verschickt, die sich auf der Reise von Kevelaer nach Xanten befanden, erklärte der ambitionierte Kartensammler Grütters und stimmt der Erklärung Kamps, dem Vorsitzenden des Vereins, gern zu, dass sich die früheren Treffen in den Kneipen in andere Bereiche verlagert haben.

Zu den gezeigten Kneipen gehören weiterhin auch Karten des „Hotel zur Börse“, das beispielsweise nach dem Ersten Weltkrieg als Kantine der belgischen Besatzer genutzt wurde. Christiane und Thomas Grütters haben Karten, die das Hotel aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, anschaulich in großen Rahmen zusammengebracht und auch Werbeanzeigen der Kneipen von 1911 eingefügt. So sind sie auch mit der Wirtschaft von Johann Scholten (spätere Plooheide) erfahren, die laut Werbung „nur fünf Minuten von Sonsbeck entfernt war“. Einen weiteren Bilderrahmen hat Grütters der Gaststätte von Matthias Boll auf der Herrenstraße, die seinerzeit als „Domhotel“ bekannt war, und der Gaststätte Pieper, die „das beste Haus am Platz“ war, gewidmet.

Mehr als drei Monate war Grütters mit den Vorbereitungen zu der Ausstellung beschäftigt. Ob es nicht nervig sei, dass ihr Mann das Sammeln von Karten als Hobby habe, sei Christiane mal angesprochen worden, erzählte sie mit Witz, worauf sie jedoch erwiderte, dass es ja auch Vorteile habe, wenn der Mann mit der Lupe lesend am Esstisch sitzt statt unterwegs zu sein.

 „Wo Papa in die Kneipe ging“, unter diesem Titel fasst Grütters  die diesjährige Ausstellung,  zu der er aus seinen 1000 Postkarten diejenigen zum Thema „Sonsbecker Kneipen“ ausgewählt hat, zusammen.
Auch Kneipen aus Labbeck und Hamb befinden sich in der Zusammenstellung, einige Postkarten von Sonsbecker Kneipen und Restaurants, die nach 1945 das Ortsbild prägten, sind ebenfalls kurz dargestellt. „Wir glauben, dass jeder Besucher Geschichten und Informationen mitnehmen kann, die er vorher noch nicht kannte. Und auch, wenn man Sonsbeck nicht aus dieser Zeit kennt, ist es mehr als spannend, sich anzusehen, welch schönen Häuser es hier gab“ ,freut Thomas Grütters sich auf viele nette Gespräche.

Die Ausstellung wird während des Mühlenfrühstücks des Heimat- und Verkehrsvereins am Donnerstag, dem 30. Mai, eröffnet. In der Zeit von 8:00 bis 12:00 Uhr kann die Ausstellung an diesem Tag besucht werden. Am Pfingstmontag, dem 10. Juni, am Deutschen Mühlentag, dem 16. Juni,  Tag des Sonsbecker Brunnenmarktes, und am Niederrheinischen Radwandertag, dem 7. Juli, bietet sich die Zeit von 11:00 bis 17:00 Uhr ebenfalls zum Besuch der Ausstellung an.